Mercedes-Benz

300 SL ROADSTER

215 PS158 KW
1957 Baujahr
1.710.000 Euro

Details

- Einer von 27 300 SL Roadstern, die ab Werk mit Rudge-Rädern ausgestattet sind

- Motor, Fahrwerk, Karosserie, Hinterachse, Lenkgetriebe und Original-Rudge-Räder haben "Matching Numbers"

- Die Restaurierung wurde mit Unterstützung der Techniker des Mercedes-Benz Classic Centers in Fellbach ca. 2010 abgeschlossen

- Karosserie und Innenausstattung wurde von Quality Cars s.r.l. in Pianiga, Italien restauriert

- Tolle Farbkombination Schwarz mit hellbraunem Leder

- Arbeiten im Wert von über 115.000 € wurden von 2015-2023 durch Jürgen Kassen in Oerlinghausen durchgeführt

- Klassenbester IX (60th Anniversary Mercedes 300 SL) beim Zoute Grand Prix 2017 in Belgien

- Teilnahmeberechtigt an einer Vielzahl von Concours und Tourenwettbewerben, darunter die Mille Miglia

- Einer der begehrtesten, ikonischen Sportwagen, die je produziert wurden

- inkl. seltenem Hardtop in Wagenfarbe

- Standort in Van Nuys, Kalifornien (USA)

In den drei Jahren nach seinem Debut auf der Internationalen Automobilausstellung 1954 hatte die Straßenversion des W194-Rennwagens die Bewunderung einer aufstrebenden Jetset-Klientel für seine bahnbrechenden Leistungen und seine aufsehenerregende Flügeltüren gewonnen. Die Stuttgarter Ingenieure ließen sich die Chance zur Verbesserung nicht entgehen und entwickelten bereits einen würdigen Nachfolger des Flügeltürers, der 1957 als 300 SL Roadster vorgestellt wurde. Das neue Modell löste sein Coupé-Schwestermodell ab und bot dabei zahlreiche technische und kosmetische Verbesserungen, behielt aber den sportlichen Charakter bei, der ihn zu einer Sensation gemacht hatte.

Trotz der optischen Ähnlichkeiten mit seinem Vorgänger erhielt der Roadster mit offener Karosserie unter der Haube erhebliche Verbesserungen, um einen ausgefeilteren und besser nutzbaren Grand Tourer zu schaffen. Die willkommene Einführung konventioneller Türen und Kurbelfenstern erforderte eine Neugestaltung des von Uhlenhaut entwickelten Gitterrohrrahmens, der nun niedrigere Türschweller für einen leichteren Einstieg aufwies. Die neue Architektur ermöglichte ein faltbares Verdeck, das die beengten Platzverhältnisse des Coupés erleichterte. Als letzter praktischer Aspekt wurde das Reserverad unter den Kofferraum verlegt und der Kraftstofftank verkleinert, was einen großzügigen Stauraum für das Gepäck bot. Der Roadster behielt den aus dem Rennsport stammenden Sechszylindermotor bei, welcher dank einer Rennsport-Nockenwelle, die im W194 mit Leichtmetallgehäuse zum Einsatz kam, mehr PS leistete. Die Hinterradaufhängung wurde überarbeitet und wies nun eine tief liegende Pendelachsgeometrie mit weicheren, quer eingebauten Schraubenfedern auf, um das Übersteuern zu verhindern, ohne die Fahrqualität zu beeinträchtigen. Alles in allem hatte der Roadster keine Probleme damit, eine Geschwindigkeit von 240 km/h zu überschreiten, was ihm den Titel des schnellsten Serienfahrzeugs der Welt einbrachte.

Lederpolsterung und ein Talbot-Außenspiegel am linken Kotflügel gehörten zur Standardausrüstung des Roadsters. Optional waren im ersten Baujahr 1957 die aus dem Motorsport stammenden Rudge-Räder mit „Knock-Off“-Verschluss. Nur etwa neun Prozent der Gullwings waren mit dieser Option ausgestattet, beim Roadster war sie sogar noch seltener. Man nimmt an, dass 1957 nur 27 Exemplare damit ausgestattet waren, bevor sie nach diesem Jahr aufgrund einer Gesetzesänderung in Deutschland aus Sicherheitsgründen nicht mehr erhältlich waren.

Unser in 1957 gebaute Roadster mit der Fahrgestellnummer 7500286 ist ein solches Exemplar, das auf Rudge-Rädern vom Band rollte. Aus dem Lieferschein vom 14. Oktober 1957 geht hervor, dass der Wagen ursprünglich in 180 Silbergrau-Met. (Silbergrau-Metallic), schwarzem Lederinterieur (953) und einem passenden schwarzen Verdeck (872) ausgestattet war. Der Wagen war laut dem Lieferschein der Daimler Benz AG als Standwagen auf der Turiner Motor Show 1957. Es wird vermutet, dass der Wagen von einem italienischen Adligen direkt vom Automobilsalon neu gekauft wurde und in Italien blieb, bis er 1980 nach Deutschland importiert wurde. Ein Fahrzeugschein vom 7. März 1980 weist Herrn Horst Frankenberger aus Lübeck als ersten deutschen Besitzer des Roadsters aus, der den Wagen unter dem Kennzeichen „HL-L 300“ anmeldete. Im Mai 1986 ging der Wagen in die langjährige Obhut des Mercedes-Benz Enthusiasten und aktiven Mitglieds des 300 SL Clubs, Hans Peter Pusch, über. Dieser hat ein handschriftliches Protokoll über seine fast drei Jahrzehnte mit dem Roadster geführt, welches uns in der Fahrzeugakte vorliegt.

Die Fahrgestellnummer 7500286 ging 2005 in den Besitz eines der anspruchsvollsten Sammler Deutschlands über und wurde von 2007 bis 2010 einer mehrjährigen Restaurierung unterzogen. Nach sorgfältiger Demontage wurde der Rohrrahmen zum Mercedes-Benz Classic Center in Fellbach transportiert, wo es von Mercedes-Benz Technikern vermessen und als werkseitig korrekt eingestuft wurde. Kurz darauf wurden die originalen Karosserieteile der Firma Quality Cars s.r.l. in Pianiga, Italien, anvertraut, wo sie professionell in elegantem Schwarz neu lackiert wurden, während das Interieur mit hellbraunen Lederbezügen neu ausgestattet wurde. Mechanisch wurde der Roadster von den Spezialisten von Mechatronik in Pleidelsheim, Deutschland, sowie von den Mechanikern des Vorbesitzers selbst überholt. Der originale Motor wurde damals gegen einen anderen Motor getauscht, da er überholt werden musste. Er verblieb aber beim Fahrzeug.

Seit dem Erwerb des Fahrzeugs durch den heutigen Eigentümer im Jahr 2015 hat der renommierte Restaurator Jürgen Kassen in Oerlinghausen, Deutschland, die Fahrgestellnummer 7500286 für mehr als 115.000 Euro weiter perfektioniert. Dazu gehörte auch, dass der originale, Matching Numbers Motor zu einem Motorenspezialisten geschickt wurde, um ihn komplett zu überholen und 2019 wieder einzubauen. Ein neues Fünfgang-Getriebe wurde eingebaut, um das Fahrerlebnis zu verbessern und ein seltenes Hardtop wurde beschafft und passend zum wunderschönen schwarzen Finish des Wagens lackiert. Außerdem wurden die Bremsen überarbeitet (2019), die Hinterachsen und das Differential überholt (2020) und die Kotflügelspeere an den oberen Rändern der Radkästen angepasst (2021), wie aus den Rechnungen hervorgeht. Der hervorragende kosmetische und mechanische Zustand des Fahrzeugs zeugt von der ausgezeichneten Wartung und Pflege durch den jetzigen Besitzer – untermauert durch die Teilnahme an zahlreichen europäischen Rallyes und die über 6.500 Kilometer, die der Wagen mit seinem jetzigen Besitzer zurückgelegt hat.

Heute entspricht der Roadster noch immer seiner ursprünglichen, europäischen Spezifikation, was die asymmetrischen Scheinwerfer, die fehlenden Rückstrahler an der hinteren Seitenverkleidung, die Hupenringe, die an der Lenksäule montierte Lichthupe und die metrische Instrumentierung einschließt. Wichtig ist, dass das Fahrgestell, die Karosserie, der Motor, die Hinterachse und das Lenkgetriebe laut einer Kopie des originalen Lieferscheins, alle original sind und „Matching Numbers“ haben. Auf den Bilder steht der Wagen noch auf einem Satz reproduzierter Rudge Felgen. Er wird aber mit einem originalen Satz 5,5 Zoll breiter Roadster Rudge-Rädern verkauft, die mittlerweile wieder montiert sind. Die Rudge Felgen des Roadster sind speziell für den Roadster gebaut worden und ein halbes Zoll breiter. Ein solcher Satz ist dementsprechend sehr selten und wertvoll.

Dieser sehr schöne 300 SL Roadster ist durch den Lieferschein mit den Original-Bauspezifikationen sowie zahlreiche Service-Rechnungen dokumentiert und ist für eine Vielzahl von Concours d’Elegance– und Touring-Veranstaltungen auf der ganzen Welt zugelassen. Darunter die Mille Miglia als 300 SL des Modelljahres 1957 und der Colorado Grand. Das von renommierten Mercedes-Benz Spezialisten restaurierte Fahrzeug ist ein besonderes Exemplar für eines der technisch und ästhetisch ansprechendsten Automobile der Epoche und gehört bis heute zu den begehrtesten Sammlerstücken.

Wir bieten dieses Fahrzeug für unser Partnerunternehmen Collectors Garage aus Michigan, USA an. Collectors Garage ist ein Tochterunternehmen der Broad Arrow Group.

Der Wagen kann nach Absprache jederzeit in Van Nuys, Kalifornien (USA) besichtigt werden. 

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie an weiteren Informationen Interesse haben.

Wir erstellen unsere Beschreibungen und Inserate sehr gewissenhaft und sorgfältig. Trotzdem bitten wir um Verständnis, dass die hier gemachten Angaben unverbindliche Beschreibungen sind, die keine zugesicherten Eigenschaften darstellen. Wir haften nicht für Irrtümer, Eingabefehler und Datenübermittlungsfehler und behalten uns Änderungen und den Zwischenverkauf vor.

Der Verkauf erfolgt in diesem Fall im Kundenauftrag ohne Ausweis der Umsatzsteuer und ohne Gewährleistung.

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