Ferrari

365 GTC/4

340 PS250 KW
1971 Baujahr
249000 Euro

Details

- Ferrari Classiche Zertifikat aus Oktober 2014
- “Matching numbers” Motor und Chassis
- Sehr schöne und seltene Farbe Bleu Ribot
- Europäische Erstauslieferung nach Frankreich
- Originale Innenausstattung
- Dokumentenmappe (ohne Bücher)

Angeboten wird ein neu in Frankreich ausgelieferter Ferrari 365 GTC/4 – der seltene und modernere Bruder des Daytonas – in einer sehr schönen Farbkombination und mit Ferrari Classiche Zertifikat.

In den 1960er Jahren bot Ferrari üblicherweise drei verschiedene Fahrzeuglinien an: Einen sehr sportlichen Zweisitzer, einen komfortablen Viersitzer und einen GT als Modell dazwischen. Bis 1970 übernahmen der dezente 330 GTC und sein stilistisch fast identischer Nachfolger 365 GTC die Rolle dieses sportlichen GT. Spätestens nachdem aber 1971 auch noch der 365 GT 2+2 eingestellt wurde, musste also ein neues Modell her.

Ferrari entwickelte den 365 GTC/4 auf Basis des 365 GTB/4 Daytonas von Grund auf neu und stellte den 365 GTC/4 auf dem Genfer Automobilsalon 1971 vor. Der GTC/4 verfügt im Prinzip über den gleichen 4,4-Liter-Motor des Daytonas mit vier Nockenwellen. Um die besonders flache Schnauze des Wagens zu ermöglichen, hatte der GTC/4 jedoch einen Flachstromvergaser. Während der Daytona über ein Transaxle-Getriebe verfügte, gab der GTC/4 seine 340 PS (250 kW) bzw. 320 PS (234 kw) in der US-Version an ein direkt am Motor angeflanschtes Fünf-Gang-Getriebe ab. Die Räder sind wie beim Daytona einzeln an Trapezdreieckslenkern aufgehängt.

Von seinem Vorgänger, dem 365 GT 2+2, hat der GTC/4 die Servolenkung und die hydraulische Niveauregulierung für die hintere Radaufhängung übernommen.

Der 365 GTC/4 sah aus wie kein Ferrari vor ihm oder nach ihm. Er war eine sehr moderne Interpretation des klassischen 2+2 und hatte ein sehr modernes Design, gerade auch im Vergleich mit den restlichen Modellen von Ferrari. Wie bei vielen neuen Designansätzen gab es nicht nur Fans der neuen Form, was dem GTC/4 in Italien teilweise auch den Spitznamen „Il Gobbione“ – der Bucklige verschaffte.

Der GTC/4 erinnert optisch mit seiner Keilform, den einfahrbaren Scheinwerfern und den Fünf-Speichen-Rädern deutlich mehr an den 365 GTB/4 Daytona und war wesentlich exotischer als seine Vorgänger 365 GTC und 365 GT 2+2. Das vordere Fahrzeugende wird geprägt von einer Kühler-Einfassung aus schwarzem Gummi, die den Stoßfänger ersetzt, und den damals hochmodernen Klappscheinwerfern. Anders als der Daytona wurde der 365 GTC/4 als erster Ferrari von vornherein mit den Klappscheinwerfern designt, sodass diese komplett integriert waren. Von der Front aus verlaufen Motorhaube und Vorderkotflügel sanft nach hinten zum Fahrgastraum. Die Dachlinie verläuft dann weiter zum flachen Heck mit dem Paar aus Dreifachleuchten, wodurch sich das charakteristische, keilförmige Profil ergibt.

Besonders im Innenraum war der 365 GTC/4 sehr modern und hatte ein ebenso schönes wie funktionales Interieur. „Ein Meisterwerk modernen Industriedesigns“ lobten damals die Tester vom US-Magazin Road&Track.

Eine Besonderheit des 365 GTC/4 war seine enorm große Farbpalette. Die Käufer konnten aus 48 Standardfarben wählen. Auf Wunsch wurde der Wagen jedoch auch in jeder anderen Farbe lackiert. Darüber hinaus gab es insgesamt zehn verschiedene Wahlmöglichkeiten für das Interieur und war er der einzige Ferrari seiner Zeit der mit den Karositzen auch eine alternative zum Lederinterieur bot.

In erster Linie war der Wagen als extrem schneller GT für den US-Markt gedacht, wo er auch sehr gut ankam. Auch die sehr gute Rundumsicht sowie der niedrige Kraftaufwand, der beim Lenken, Schalten und Bremsen nötig war, wurden von der Fachpresse gelobt.

Er kostete 1972 bei Auto Becker 75.091 DM, während der Daytona mit 77.533 DM in der Liste stand. Ein Porsche 911 2.7 RS kostete weniger als die Hälfte. In der Schweiz war der 365 GTC/4 sogar 3.000 CHF teurer als der Daytona. Beide Autos wurden in etwa gleich häufig verkauft.

Obwohl der Wagen gut verkauft wurde, stellte man bereits 1.5 Jahre nachdem der 365 GTC/4 vorgestellt wurde die Produktion bei Ferrari zugunsten des deutlich konventionelleren Nachfolgers wieder ein. Diese kurze Bauzeit ist bis heute wohl ein Rekord unter allen in Serie gebauten Ferrari und macht ihn so selten. Produziert wurden 1971 und 1972 etwa 500 Exemplare plus 3 Prototypen. 194 Fahrzeuge wurden in die USA ausgeliefert. Diese unterschieden sich in einigen Details wie die niedrigere Motorleistung, die Seitenleuchten, Zündanlage etc. von den europäischen Modellen. 41 Fahrzeuge wurden als Rechtslenker nach England verkauft, sodass nur 265 Fahrzeuge in Europa und den Rest der Welt ausgeliefert wurden.

Der von uns angebotene Wagen wurde im Dezember 1971 über den französischen Importeur Pozzi in Paris ausgeliefert und im Februar 1972 erstmals zugelassen.

Der Erstbesitzer wählte eine sehr schöne Farbkombination aus Bleu Ribot als Außenfarbe und einer Innenausstattung aus schwarzem Leder mit blauem Karostoff für die Sitzmittelbahn und die Türverkleidungen.

Im weiteren Verlauf seiner Geschichte wurde der Wagen in die Schweiz verkauft.

Im Dezember 2001 wurde der Wagen bei der Bonhams Auktion in Gstaad angeboten und dann in 2002 an einen Sammler in Süddeutschland verkauft. Ein Gutachten aus dieser Zeit liegt vor und bestätigt den, bis auf eine durchschnittliche Neulackierung in dunkelblau, guten Originalzustand.

Im Jahr 2007 kauften zwei befreundete Sammler aus Norddeutschland den 365 GTC/4 und ließen ihn in den folgenden Jahren umfangreich restaurieren. In 2009 wurde zunächst eine komplett neue Edelstahlauspuffanlage inkl. Fächerkrümmer für 5.500€ montiert. In 2011 wurden für insgesamt 13.500€ Bremsen und Aufhängungen überholt, Motor und Getriebe gereinigt und tlw. lackiert und neue Radläufe angefertigt. In 2012 wurde dann die Karosserie komplett entlackt, restauriert und im Originalfarbton neu lackiert. Die Lackierung ist durch die originalen Rechnungen und zahlreiche Fotos dokumentiert.

2013, 2014 und 2015 wurden dann für knapp 17.000€ durch einen Restaurierungsbetrieb in Celle diverse Arbeiten am Fahrzeug durchgeführt.

Abgerundet wurden die Arbeiten durch eine umfangreiche Überholung beim Deutschen Ferrari Classiche Vertragspartner Eberlein in Kassel, wo 2015 noch einmal mehr als 30.000€ investiert wurden.

Die Firma Eberlein hat den Wagen im Vorfeld im Rahmen der Ferrari Classiche Prüfung umfangreich untersucht. Das rote Buch mit der Ferrari Classiche Zertifizierung liegt uns vor und kann jederzeit eingesehen werden.

Ferrari Classiche hat bestätigt, dass der Wagen in seiner Originalfarbe lackiert ist, die Innenausstattung original ist und der Wagen, bis auf ein getauschtes Getriebe, „matching numbers“ hat und komplett den originalen Spezifikationen entspricht.

Im Frühjahr 2016 kaufte der jetzige deutsche Eigentümer den Wagen und ließ im November 2017 einen kleinen Service inklusive Ölwechsel durchführen. Eine TÜV-Abnahme nach §23 StVZO für das H-Kennzeichen liegt ebenfalls vor und der Wagen kann jederzeit in Deutschland zugelassen werden.

Der Wagen kann nach Absprache jederzeit bei uns in 33415 Verl besichtigt werden. Eine Hebebühne steht Ihnen dafür selbstverständlich ebenfalls zur Verfügung.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie an weiteren Informationen Interesse haben.

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