Delaunay-Belleville

HB6 25CV Landaulet

26 PS19 KW
1911 Baujahr
270.000 Euro

Details

Nur wenige Automobilhersteller spielten in der Liga der Market Delaunay-Belleville, die nicht ohne Grund als der französische Rolls Royce bezeichnet wurden. Seit 1904 stellte die Firma, die zuvor auf die Herstellung und die Konstruktion von Dampfkesseln spezialisiert war, auch Automobile her. Der charakteristische runde Kühlergrill ist dabei auch ein Statement an die hochwertigen Dampfkessel der Firma.

Der Anspruch auch im PKW Bereich war von vornherein in der obersten Liga mitzuspielen. Die meisten Modelle trugen formale Karosserien und wurden von Chauffeuren gefahren; tatsächlich erklärte der rivalisierende Automobilhersteller Fernand Charron einmal: „Kein Besitzer fährt jemals seinen Delaunay – das tut man einfach nicht.

Nach der Ära der Pioniere Panhard & Levassor und vor der Ankunft von Hispano-Suiza oder
Talbot-Lago könnte man behaupten, dass es nur wenige Autos von solcher Qualität gab wie
den Delaunay Belleville.

Delaunay spezialisierte sich vor allem auf den „Sechszylinder“, der schon damals mit Raffinesse und Laufruhe assoziiert wurde, und bot zeitweise Fahrzeuge mit einem Hubraum von 2 bis 8 Litern an.

Der hier angebotene HB6, ein 25CV mit etwa 4,5 Litern Hubraum, liegt in der Mitte dieses Spektrums.

Die Karosserie stammt von einem der angesehensten Karosseriebauer der damaligen Zeit, Rothschild. Die Firma J. Rothschild et Fils, die von den Herren Rheims und Auscher geleitet wurde, war für einen großen Teil der Karosserien verantwortlich, die auf Fahrgestelle der Oberklasse wie Clément, Mors, Panhard & Levassor und Delaunay-Belleville montiert wurden. Die „Maison“ Rothschild war ein Pionier in der Verwendung von Aluminium für die Karosserieverkleidung und ersetzte damit das traditionelle Holz, das für diesen Zweck bei Pferdefahrzeugen verwendet wurde.

1901 schuf sie den Original-Karosseriestil des „Roi des Belges“, der so häufig kopiert wurde, dass sie ganz einfach zu den führenden „Carrossiers“ der Belle-Epoque-Ära gehörte.

Der majestätische Delaunay kann auf ein Leben in Frankreich zurückblicken, wo er laut einer Rechnung von 1965 von dem bekannten Sammler Jackie Pichon aus Clères en Seine-Maritime erworben wurde. Pichon war der Sohn von Roger Pichon, dem Besitzer der Auberge du Cheval Noir in Clères, der seit 1957 gegenüber seinem Hotel ein angesehenes Automobilmuseum eingerichtet hatte. Die Sammlung beherbergte einst viele wunderbare und wichtige Maschinen. Der Delaunay wurde später an einen Herrn Bruijn aus Holland verkauft. Er war der Vater des bekannten Sammlers, Liebhabers und Gründungsmitglieds des Concours de Palais Het Loo, Jan Bruijn. Zu diesem Zeitpunkt fehlten dem Wagen die originale Motorhaube, der Kraftstofftank, die Instrumente und der Vergaser, und der Kühler war verändert worden.

Die Restaurierung des Delaunay wurde erst dann ernsthaft in Angriff genommen, als Jan Bruijn Anfang der 1980er Jahre mit der Arbeit an dem Auto begann, möglicherweise nachdem er es zu diesem Zeitpunkt von seinem Vater übernommen hatte. Das Wichtigste für Bruijn war, dass die Karosserie des Wagens auf sympathische Weise erneuert wurde. Der Umbau war sehr umfangreich und wird durch umfangreiche Rechnungen und Korrespondenz in den Akten dokumentiert, wobei der Großteil der Arbeiten von Martin van Klei ausgeführt wurde. Um die Genauigkeit zu gewährleisten, arbeitete van Klei häufig mit Ousbey Carriages aus Stratford Upon Avon zusammen, die Farbabgleiche vornahmen und bei der Holzlackierung halfen.

Der fertige Wagen feierte sein Debüt auf dem renommiertesten Concours seiner Zeit in Holland, dem Paleis Het Loo, wo er mit 100 Punkten als Klassenbester ausgezeichnet wurde. Im Laufe des letzten Jahrzehnts wurde der Wagen nur noch wenig genutzt und befindet sich nach wie vor in einem sehr guten Zustand.

Und obwohl er formell ist, kann die Karosserie bei umgeklappter hinterer Landaulette und dank der großen Fensterflächen leicht in ein offenes und luftiges Fahrerlebnis für die Passagiere und den Fahrer/Chauffeur umgewandelt werden. Zu den bemerkenswerten Merkmalen dieses prächtigen Wagens gehören passende Scheinwerfer und Seitenlampen von Rothschild, ein kompletter Satz historischer Instrumente, abnehmbare Räder von Michelin, zwei Reservereifen, Tachometer und Antrieb von OS, BoschMagnetzünder und Spule sowie Notsitze im Fond. 

Der Wagen kann nach Absprache jederzeit bei uns in 33415 Verl besichtigt werden. Eine Hebebühne steht Ihnen dafür selbstverständlich zur Verfügung.

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